Hallo, ich bin Helene Senn, und ich arbeite im Sozialdienst des Dickinson Memorial Krankenhauses. Ich bin meistens diejenige, die gerufen wird, wenn es kompliziert wird, wenn Akten allein nicht mehr weiterhelfen und Menschen jemanden brauchen, der zuhört, nachfragt und dranbleibt.
Mein Alltag besteht aus dem Versuch, Strukturen ein kleines Stück menschlicher zu machen. Ich kämpfe für jene, die keine Stimme haben oder gelernt haben, zu leise zu sein, und ich gebe nicht schnell auf, auch wenn mir manche Fälle nachts noch im Kopf herumgehen. Empathie ist kein nettes Extra in meinem Job, sondern Voraussetzung, genauso wie Klarheit und die Fähigkeit, Grenzen zu ziehen.
Meine Kollegen sagen, ich sei sachlich, geduldig und manchmal unbeirrbar, vor allem dann, wenn es um Patienten geht, die sonst durch jedes Raster fallen würden. Ich glaube nicht an schnelle Lösungen, aber an Beharrlichkeit, und daran, dass man mit genug Ausdauer selbst in einem starren System noch etwas bewegen kann.
Privat halte ich es überschaubar. Ich brauche keinen großen Trubel, sondern Momente, in denen ich durchatmen kann, und Menschen, die ehrlich sind. Vielleicht ist genau das der Grund, warum ich meinen Job trotz allem liebe.

